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Der Sterlet

Der Sterlet (Acipenser ruthenus) ist der kleinste Stör: Seine Länge bemißt sich gewöhnlich auf nur 40 bis 60 Zentimeter, und sein Gewicht beträgt nur wenige Kilogramm. Er hat eine spitze, schlanke, leicht nach oben gebogene Schnauze, trägt lange, hinten ausgefranste Bartfäden und besitzt deutlich mehr als fünfzig recht kleine Seitenschilder.

Im Gegensatz zu den anderen Störarten, welche als erwachsene Tiere die meiste Zeit im Meer verbringen, ist der Sterlet ein ausgeprägter Süsswasserfisch. Seine Heimat sind einerseits die großen Flüsse, die ins Schwarze und ins Kaspische Meer münden, andererseits die durch Sibirien fließenden Ströme Ob, Irtysch und Jenissei. Auch in der nördlichen Dwina, die sich ins Weiße Meer ergießt, kam er einst vor, scheint aber dort inzwischen ausgerottet zu sein.

Wie seine meereslebenden Vettern unternimmt der Sterlet jeweils zur Laichzeit weite Wanderungen flußaufwärts, die ihn früher in der Donau bis über Ulm hinaus brachten. Und auch bei ihm legen die Weibchen ihre Eier an rasch fließenden Flussabschnitten über kiesigem Grund ab. Die Eizahl je Weibchen liegt gewöhnlich zwischen 20 000 und 50 000, und die Jungen schlüpfen nach 6 bis 9 Tagen aus den Eiern. Wie dies aufgrund seiner geringeren Größe zu erwarten ist, wächst der Sterlet etwas rascher heran als seine riesenhaften Vettern Baltischer Stör und Waxdick: Die Männchen werden mit 4 bis 5, die Weibchen mit 5 bis 9 Jahren geschlechtsreif, und die Alterserwartung liegt unter natürlichen Verhältnissen bei 20 bis 25 Jahren.

 

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